Private Website von Volker Becker
  Hier finden Sie Informationen über mich, meine Hobbies und meinem Beruf

China 1988

 

Im Jahre 1988 zog es mich nach China. Ich unternahm eine Bildungsreise dorthin. Genauer gesagt ging es nach Peking - oder wie die Chinesen es nennen nach Beijing.

 

 Besuchen Sie bitte auch das dazugehörige Fotoalbum

  

  

Bereits der Hinflug war ein kleines Erlebnis! Ab Hannover ging es mit einer kleinen Propellermaschine nach Berlin-Tegel. Von dort über die damalige Grenze nach Berlin-Schönefleld. Dann direkt nach Peking mit einer russischen Illjuschin-Maschine deren Heizung wohl ausgefallen war. Insbesondere über Sibirien war es empfindlich kalt.

Dies änderte sich auch in Peking nicht. Es war Dezember und es herrschten dort tagsüber Temperaturen von -10 Grad. In meiner Not zog ich mir dann immer die Schlafanzughose unter die Jeans um der Kälte besser trotzen zu können.

Da es sich bei der Reise wie gesagt um eine Bildungsreise handelte begleitete uns ständig ein Reiseleiter/Dolmetscher.  Wir waren etwas außerhalb im Hotel Mövenpick untergebracht. Da Peking ca. 12 Millionen Einwohner hat ist es allein von der Größe her nicht mit deutschen Städten zu vergleichen. Allein die Fahrt zur Stadtmitte dauerte ca. 2 Stunden.

Dort wird man eigentlich zu jeder Zeit von neuen fremdartigen Eindrücken "erschlagen". Alles ist anders als gewohnt und dort allein zurechtzufinden ist äußerst schwierig. So erinnere ich mich beispielsweise an eine Busfahrt innerhalb Pekings. Obwohl der Bus anfangs in die für uns richtige Richtung fuhr bog er plötzlich ab und fuhr und fuhr und fuhr. Als wir an der nächstmöglichen Stelle ausstiegen hatten wir uns komplett verirrt. Niemand sprach dort ein Wort Deutsch oder Englisch. Glücklicherweise hatte ein Mitreisender eine Visitenkarte vom Hotel so dass uns schließlich ein Taxi wohlbehalten zurückbrachte.

Der erste Tag in Peking brachte uns zunächst zum Platz des himmlischen Friedens. Dieser Platz erlangte ein Jahr später durch den blutig niedergeschlagenen Studentenaufstand Bekanntheit. Am nächsten Tag waren wir den ganzen Tag im Kaiserpalast - der verbotenen Stadt. Dies ist ein ganzer Stadtteil liebevoll restauriert und das bekannteste Gebäude dort ist die Halle zur höchsten Harmonie.

Ein besonderer Ausflug war die Fahrt zur großen chinesischen Mauer. Dieses Bauwerk überwältigt einen! Auf der Rückfahrt sahen wir noch die Ming Gräber und den Weg der Seelen.

Tags darauf stand der Sommerpalast mit dem Kaiserlichen Garten in Peking auf dem Programm. Außerdem waren wir in der Altstadt von Peking.

Am letzen Tag unserer Reise hatte ich noch ein sehr schönes Erlebnis: Wir wanderten durch Peking als ich plötzlich eine Nähmaschine auf dem Gehweg sah. Dieses viel Jahre alte Gerät wurde von einem Schuster bedient und ein Kunde wartete mit nur einem Schuh davor bis schein zweiter Schuh fertig war. Da die Situation so ungewöhnlich war wollte ich davon ein Foto machen. Als ich jedoch meine Kamera zeigte waren alle Leute verwirrt und wussten scheinbar nichts mit einem Fotoapparat anzufangen. Alle Menschen der näheren Umgebung kamen angelaufen und keiner sprach Deutsch oder Englisch. Bis mit einmal ein junger Chinese auftauchte der tatsächlich etwas Englisch sprach. Er erklärte die Situation und ich konnte mein Foto machen.

Anscheinend froh darüber etwas Englisch zu sprechen zeigte uns der besagte Chinese dann die nähere Umgebung. Er zeigt uns seine Wohnung und stelle uns die ganze Familie vor. Dann zeigte er uns noch seinen Arbeitsplatz und wir konnten alle Kollegen per Handschlag begrüßen. Als wir ihm zum Abschluss ein paar Yuan (das ist die Landeswährung in China) geben wollten lehnte er fast beleidigt ab. Aber über eine Postkarte aus Deutschland würde er sich sehr freuen. Daraufhin gab er mir seine Adresse (natürlich in chinesischen Schriftzeichen).

Wieder zuhause angekommen hielt ich auch mein Versprechen und schrieb im die Karte. Nur konnte ich die chinesischen Schriftzeichen beim besten Willen nicht nachmalen. So kopierte ich die Adresse und klebte sie dann auf die Karte. Es hat sich daraus eine Brieffreundschaft über viele Jahre entwickelt. Leider verlor ich die Anschrift bei einem Umzug so das wir uns heute leider nicht mehr schreiben!

 

 Besuchen Sie bitte auch das dazugehörige Fotoalbum

 

 

 

 

 

 


Zurück zurück
Startseite Startseite
Drucken Seite drucken
Seitenanfang Zum Seitenanfang

Webseite von Volker Becker

 

© 2004 - 2016 by Volker Becker! Alle Rechte vorbehalten!
letzte Änderung: 7. November 2016